ELR - Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum: Gemeinde Seitungen-Oberflacht

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ELR - Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum

Ausschreibung ELR-Programm 2021

Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)

Das Ministerium für Ländlicher Raum und Verbraucherschutz hat am 15. Mai 2020 das Jahresprogramm 2021 zum Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) ausgeschrieben.

 

Strukturförderung heißt Lebensqualität erhalten und verbessern

Mit dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) hat das Land Baden-Württemberg ein umfassendes Förderangebot für die strukturelle Entwicklung ländlich geprägter Dörfer und Gemeinden geschaffen. Gefördert werden Projekte, die lebendige Ortskerne erhalten, die zeitgemäßes Leben und Wohnen ermöglichen, die eine wohnortnahe Versorgung sichern sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen. Beiträge zum Ressourcen- und Klimaschutz sind bei kommunalen Projekten Pflicht und führen bei privaten Projekten zu einem Fördervorrang.

Projektträger und Zuwendungsempfangende können neben den Kommunen auch Vereine, Unternehmen und Privatpersonen sein.

 

FÖRDERSCHWERPUNKTE 2021:

 

Grundversorgung

Dorfläden, Dorfgaststätten, Metzgereien und Bäckereien sind wichtige Einrichtungen der Grundversorgung. Zur Grundversorgung können auch Ärzte, Physiotherapeuten und Handwerksbetriebe zählen.

Insbesondere werden an Gebäuden, in denen Einrichtungen der Grundversorgung untergebracht sind, Maßnahmen zur Schaffung von Barrierefreiheit gefördert werden.

 

Arbeiten

Schwerpunktmäßig sollen Vorhaben zur Entflechtung unverträglicher Gemengelagen gefördert werden. Hierzu zählt z.B. die Verlagerung eines Betriebs aus dem Ortskern ins Gewerbegebiet.

 

Innen- und Ortskernentwicklung

Der Bedarf an zeitgemäßem, bezahlbarem Wohnraum ist weiterhin hoch. Die Hälfte der zur Verfügung stehenden Fördermittel wird für den Bereich "Innenentwicklung/Wohnen" eingesetzt. Im Fokus steht die innerörtliche Nachverdichtung, also vorrangig Umnutzungen leer stehende Gebäude, Aufstockungen von Gebäuden sowie die Bebauung langjähriger Baulücken im Ortskern. Dies schließt auch Siedlungsflächen aus den 60er-Jahren ein, sofern diese mit dem Ortskern zusammengewachsen sind und einen entsprechenden Entwicklungsbedarf nachweisen.

Förderfähig sind sowohl durch den Antragsteller oder Verwandte ersten und zweiten Grades eigengenutzte Häuser und Wohnungen (Umnutzung oder Modernisierung, kein Neubau).

 

Förderzuschlag bei CO2-Speicherung

Mit dem ELR sollen zudem bioökonomiebasierte Bauweisen gefördert werden. Dazu zählt die Anwendung ressourcenschonender, CO2-bindender Baustoffe wie Holz. Zukünftig erhalten alle ELR-Projekte, die überwiegend nachwachsende Rohstoffe als Baustoffe einsetzen - in der Regel dürfte das vor allem Holz sein - einen um 5%-Punkte erhöhten Fördersatz.

 

BENÖTIGTE UNTERLAGEN FÜR ANTRAG:

 

a) Allgemeine Aussagen zum Gebäude (wie Alter, Lage, derzeitige Nutzung, derzeitiger baulicher Zustand, Gebäudetyp mit/ohne landwirtschaftlichen Teil), Eigentümer zum Zeitpunkt der Bewilligung. Baujahr des Gebäudes bis 60er Jahre im Ortskern liegend.

b)  Bilder des Gebäudes (Außenansicht, Innenansicht), möglichst digital (jpg-Format), nach Bewilligung der Maßnahme muss der Zustand vorher/nachher dokumentiert werden.

c)  Planunterlagen zum Gebäude in Form von bauantragsreifen Unterlagen , aus denen die geplante Umbau-/Modernisierungsmaßnahmen ersichtlich werden (Grundriss, Ansichten, Schnitt, jeweils mit farbigem Eintrag der Veränderungen); hilfreich ist dabei z.B. die geplanten Maßnahmen in einen Bestandsplan des Gebäudes einzutragen oder den Umbau-Plan durch einen Architekten oder Handwerker erstellen zu lassen.

     Bei wohnraumschaffenden Maßnahmen auch Darstellung der neu hinzugewonnenen Wohnfläche durch Planeinschrieb in den entsprechenden Räumen sowie einer Wohn- und Nutzflächenberechnung.

d)  Kostenschätzung zu den geplanten Maßnahmen nach DIN 276 durch Architekt oder Handwerker. Dabei ist die Mehrwertsteuer getrennt darzustellen (nur der Nettobetrag ist förderfähig). Achtung: Nur dieser Betrag der Kostenschätzung ist Grundlage der Förderung. Eine nachträgliche Erhöhung ist nicht möglich.

e)  Finanzierungsübersicht: Zusammenstellung der Eigenmittel, der unbaren Arbeitsleistungen, der beanspruchten Darlehen (keine Landesmittel!), Formblatt DIN276 beachten.

 

FÖRDERHÖHE:

 

Die Höhe der Förderung beträgt:

- bei Umnutzung Leerstand für Wohnzwecke       30 % der Aufwendungen, max. 50.000 € *

- bei grundlegender Modernisierung                    30 % der Aufwendungen, max. 20.000 € **

- bei ortsbildgerechter Baulückenschließung       30 % der Aufwendungen, max. 20.000 € **

 

*    Förderung von max. 2 Wohneinheiten

**  Förderung von max. 5 Wohneinheiten

  

Die Anträge auf Aufnahme in das Förderprogramm müssen bis zum 11. September 2020 bei der Gemeindeverwaltung Seitingen-Oberflacht gestellt werden. Auskünfte erteilt Bürgermeiser Jürgen Buhl, Telefon 07464/98680, Email: juergen.buhl@seitingen-oberflacht.de. Die für die Antragstellung notwendigen aktuellen Formulare sind unter der Internetadresse rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Land/ELR/Seiten/ELRAntragstellung.aspx abzurufen.

 

Infobereiche