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Gasmangellage und Notfallvorsorge bei Gas- und Stromausfall

Artikel vom 20.10.2022

Gasmangellage

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
die derzeit angespannte Versorgungssituation in Deutschland führt dazu, dass die
Wahrscheinlichkeit einer drohenden Gasmangellage steigt. Das könnte auch zu Engpässen in
der Stromversorgung führen. Für eine bestmögliche Vorbereitung hat Ihre Kommune
gemeinsam mit der Netze BW für Sie die wichtigsten Fakten zusammengefasst.
1. Kommt eine Gasmangellage?
Ein klares Ja oder Nein gibt es aber nicht. Dank eines bisher warmen Jahres sind die
Gasspeicher in Deutschland gut gefüllt, aktuell ist die Gasversorgung stabil. Die Höhe
des Gasverbrauches in den kommenden Monaten hängt sehr stark von der Witterung
ab. Zurzeit müssen wir von einer möglichen Gasmangellage ausgehen.
2. Was bedeutet eine Gasmangellage für mich?
Kommt es zu einer Gasmangellage, verpflichtet die Bundesregierung
(Bundeslastverteiler) zuerst Industriekunden, ihren Gasbezug zu reduzieren oder auf
Null zu senken. Ihr persönlicher Netzbetreiber arbeitet dabei stets eng mit dem
Bundeslastverteiler zusammen. Auch wenn die sogenannten „geschützten Kunden“
(Privathaushalte oder soziale Einrichtungen) erst an zweiter Stelle in die Pflicht
genommen werden, kann es aus technisch nicht vermeidbaren Gründen, z.B. bei
einem Druckabfall, zu Gasausfällen in Privathaushalten kommen.
3. Welchen Einfluss hat eine Gasmangellage auf die Stromversorgung?
Um die schwankende Leistung Erneuerbarer Energien auszugleichen, werden rund
14% des Stroms in unseren Netzen mit Gas erzeugt. Ein Gasmangel kann so auch zu
einem Strommangel führen. Zudem raten wir dringend vom Kauf von Heizlüftern ab:
Werden zu viele elektrisch betriebene Geräte zeitgleich genutzt, drohen
Überlastungen des lokalen Stromnetzes und damit auch ein Stromausfall bei Ihnen
Zuhause.
4. Was kann ich persönlich tun?
Eine gute und bedachte Notfallvorsorge hilft Ihnen dabei, auf den Ernstfall vorbereitet
zu sein. Grund zur Panik besteht nicht – sorgen Sie dennoch unter anderem für
Ersatzleuchtmittel und ein netzunabhängiges Radio. Weitere Empfehlungen hat das
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) zusammengestellt.

Zudem ist Solidarität beim Energiesparen gefragt! Hilfreiche Tipps bietet die
Kampagne „CLEVERLÄND“ der baden-württembergischen Landesregierung.

Notfallvorsorge bei Gas- und Stromausfall

Angesichts einer möglichen Gasmangellage sorgen sich viele Bürger vor dem kommenden
Winter. Denn die Lage auf dem Gasmarkt kann auch Auswirkungen auf die Stromversorgung
haben. Bürger sollten deshalb für einen möglichen Gas- und Stromausfall vorsorgen.
Notfallvorsorge daheim
Die Abhängigkeit von elektrischer Energie in Privathaushalten ist hoch. Im Normalfall werden
Stromausfälle innerhalb weniger Stunden behoben. Ein längerfristiger Stromausfall dagegen
hätte unter anderem größere Auswirkungen auf das Heizsystem, die Beleuchtung und
sämtliche elektronische Geräte. Eine gute und bedachte Notfallvorsorge hilft Bürgern dabei,
auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. In jedem Fall gilt: Bedacht und überlegt handeln und
nicht in Panik verfallen. Um bestmöglich für einen eventuellen Stromausfall vorbereitet zu
sein, hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) auf seiner
Website einige Empfehlungen zusammengestellt.

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