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Aktuelles

Aktuelle Corona-Situation

Artikel vom 02.12.2021

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wir befinden uns aktuell in der vierten Welle der Corona-Pandemie. Die Inzidenzen steigen, die Auslastung der Intensivstationen kommt an ihre Grenzen und wir stehen auch in Baden-Württemberg vor einem Kollaps der intensivmedizinischen Versorgung. Die Belastungen für das in diesen Stationen tätige pflegerische und ärztliche Personal ist enorm.

Für uns alle – egal ob geimpft oder ungeimpft – muss nun eine zentrale Maßnahme im Vordergrund stehen: Die Überprüfung unseres Verhaltens und die Reduzierung von Kontakten.

Deshalb bitten wir Sie eindringlich: Reduzieren Sie Ihre sozialen Kontakte auf das Notwendige.

Beachten Sie bei notwendigen und verantwortbaren Zusammenkünften und Veranstaltungen die geltenden Regelungen, Abstandsgebote und Hygienekonzepte. Gegebenenfalls kann auch eine niedrigschwellige Selbsttestung zur Erhöhung der Sicherheit beitragen.

Geben Sie Acht auf die Älteren und Schwächeren in unserer Gesellschaft, insbesondere beim Umgang in der Familie und in der Nachbarschaft. Bitte denken Sie daran, dass Sie durch eine Impfung sich selbst vor einem schweren Verlauf schützen.

Denken Sie bei Ihrem Verhalten auch an die Kinder, denen wir noch kein Impfangebot unterbreiten können. Sie haben gemeinsam mit den Jugendlichen in den letzten Monaten gewaltige Einschnitte hinnehmen müssen. Manche Kinder erinnern sich nicht mehr an ein unbeschwertes Leben und Aufwachsen vor der Pandemie. Die Folgen davon zeigen sich in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und jeden Tag in der Arbeit der Jugendämter. Denken sie bei Ihrem Verhalten auch an diese Kinder und Jugendlichen und helfen Sie uns durch ein verantwortungsvolles Verhalten dabei, die Schulen und Kindergärten offenzuhalten.

In einem gewaltigen Kraftakt stemmen die etablierten Strukturen der Ärzteschaft mit nachhaltiger Unterstützung der Stadt- und Landkreise und kreisangehörigen Städte und Gemeinden die Erhöhung des Impftempos und zusätzlich wohnortnahe Impfangebote. Ältere Menschen und diejenigen, die frühzeitig geimpft wurden, benötigen nun zeitnah eine Booster-Impfung. Sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt. Nutzen Sie die schon bestehenden Impfangebote und die, die in den nächsten Tagen und Wochen eingerichtet werden.

Die Impfung ist derzeit der zentrale Baustein der Pandemiebekämpfung. Denn obwohl wir zwischenzeitlich wissen, dass Geimpfte sich infizieren können, das Virus weitertragen und bei Vorerkrankungen auch schwer erkranken können, ist diese Wahrscheinlichkeit nach aktuell herrschender Meinung um ein Vielfaches geringer als bei Menschen ohne Impfschutz. Gleichzeitig heißt es aber auch für die Geimpften: Wachsam und Vernünftig bleiben.

Als Gesellschaft ist es gerade in dieser kritischen Phase der Pandemie unsere gemeinsame Verantwortung, dass jeder und jede seinen Beitrag zur Bewältigung der Krise beiträgt. Nutzen wir die Impfangebote und ermutigen wir diejenigen, die bisher noch mit der Impfung abgewartet haben. Helfen wir uns gegenseitig, geben wir aufeinander Acht, bleiben wir vorsichtig und reduzieren wir unsere Kontakte.

Ihr Bürgermeister
Jürgen Buhl

Offener Brief zur Corona-Situation im Landkreis Tuttlingen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Corona-Lage im Kreis Tuttlingen ist dramatischer als wir es uns bislang vorstellen konnten. Die Fallzahlen explodieren, wir verzeichnen so viele Neuinfektionen wie nie zuvor und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis unser Klinikum Patienten abweisen muss. Seit Tagen füllen sich sowohl die Normal- als auch die Intensivstation. Und dabei fallen zwei Dinge auf: Es sind immer mehr jüngere Menschen, die behandelt werden müssen. Und die meisten von ihnen sind ungeimpft.

Die Belastung für die Pflegekräfte, für die medizinischen Angestellten, für die Ärztinnen und Ärzte wird von Tag zu Tag schlimmer. Und sie ist schon jetzt kaum mehr erträglich. Auch die Arztpraxen stoßen an die Grenze ihrer Belastbarkeit. Wir steuern also sehenden Auges auf die Katastrophe zu. Und wir müssen es leider so deutlich sagen: Wenn es uns nicht gelingt, diese Entwicklung zu stoppen, werden wir in schwierige Grenzsituationen kommen. Was passiert dann mit Menschen, die zum Beispiel nach einem Schlaganfall oder einem Autounfall nicht angemessen versorgt werden können, weil alle Betten belegt und alle Ärzte ausgelastet sind?

Leider gehört der Landkreis Tuttlingen auch zu den Landkreisen, in denen die Impfquote unter dem ohnehin schon geringen Bundesdurchschnitt liegt. Und leider erkennt man auch bei uns, dass es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Impfquote und der Auslastung unseres Klinikums gibt. Die nötigen Auffrischungsimpfungen haben erst begonnen und bei älteren Menschen, die frühzeitig geimpft wurden, lässt der immunisierende Schutz nach.

Wir alle wissen: Natürlich können sich auch Geimpfte infizieren. Natürlich können auch Geimpfte schwer erkranken. Natürlich können auch Geimpfte das Virus weitertragen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist eben um ein Vielfaches geringer. Die Situation an unserem Klinikum zeigt, dass viele Personen mit schweren Verläufen ungeimpft sind. Wollen wir vor diesem Hintergrund weiterhin auf unser Recht beharren, ungeimpft zu bleiben, obwohl wir dadurch nicht nur uns, sondern auch andere stärker gefährden als nötig?

Wenn wir die verheerende Entwicklung nachhaltig stoppen wollen, gibt es nur eine Möglichkeit: Wir müssen die Zahl der Impfungen deutlich steigern. Die entsprechenden Angebote bauen wir gerade auf. Neben den Impfungen durch niedergelassene Ärzte werden im Landkreis Tuttlingen demnächst durch mobile Impfteams von montags bis samstags an verschiedenen Orten Impfungen angeboten. Jetzt liegt es an Ihnen: Nutzen Sie diese Möglichkeit und lassen Sie sich impfen. Und falls Sie bereits geimpft sind: Lassen Sie Ihre Impfung auffrischen.

Doch selbst wenn sich in den kommenden Tagen und Wochen Tausende impfen lassen sollten: Das Virus hat sich bereits so stark verbreitet, dass wir alle unser Verhalten überdenken müssen – egal ob geimpft oder ungeimpft. Auch deshalb wenden wir uns heute gemeinsam an Sie und bitten Sie: Beachten Sie die geltenden Regelungen und Hygienekonzepte. Hinterfragen Sie die Notwendigkeit von Zusammenkünften und Ansammlungen größerer Gruppen, bleiben Sie im Zweifel lieber zu Hause. Schützen Sie ältere Menschen, vor allem auch Angehörige durch besondere Vorsicht beim sozialen Umgang und durch Beachtung der bekannten Regeln, auch wenn diese zu Beginn des Jahres geimpft wurden. Denn hier geht es nicht um die rechtliche Frage, was erlaubt ist und was nicht. Sondern vor allem um eine moralische Entscheidung. Wollen wir wirklich bedenkenlos Geselligkeit pflegen und Normalität spielen, während im Klinikum Menschen um das Überleben anderer kämpfen?

Unser Klinikpersonal, die Pflegerinnen und Pfleger, die Ärztinnen und Ärzte, auch in den Praxen, sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes leisten in einer schwierigen Zeit Hervorragendes. Es ist unsere gemeinsame Verpflichtung als Gesellschaft, dass jeder mit seinem Verhalten seinen eigenen Anteil dazu beiträgt, diese Arbeit bestmöglich zu unterstützen. Stehen wir zusammen und helfen wir uns gegenseitig!

Stefan Bär, Landrat

Michael Beck, Oberbürgermeister Stadt Tuttlingen

Rudolf Wuhrer, Kreisverbandsvorsitzender Gemeindetag Baden-​Württemberg

Dr. Sebastian Freytag, Geschäftsführer Klinikum Landkreis Tuttlingen

Dr. med. Matthias Szabo, Pandemiebeauftragter der Kassenärztlichen Vereinigung im Landkreis Tuttlingen

Das Gesundheitsamt informiert:

Informationen zum neuen Vorgehen in der Ermittlung und Nachverfolgung von Covid19-Fällen durch das Gesundheitsamt

  • Positiv getestete Personen (per Schnelltest bzw. PCR) werden regulär nicht mehr vom Gesundheitsamt kontaktiert.
  • Haushaltsangehörige und Kontaktpersonen werden ebenso nicht mehr vom Gesundheitsamt informiert.
  • Die Absonderungspflicht besteht nach der Corona-Verordnung Absonderung weiterhin für krankheitsverdächtige Personen, positiv getestete Personen sowie ihre Haushaltsangehörigen.
 

Die infizierten Personen müssen ihre Haushaltsangehörigen sowie Kontaktpersonen selbständig und eigenverantwortlich informieren.

 
  • Bei größeren Ausbruchsgeschehen und Bezug zu vulnerablen Personengruppen, erfasst das Gesundheitsamt weiterhin die Fälle und ermittelt die Kontaktpersonen, um das Geschehen unterbrechen zu können.
 

Informationen für krankheitsverdächtige, positiv auf das Coronavirus getestete Personen und ihre Haushaltsangehörigen bzw. Kontaktpersonen

Das Wichtigste in Kürze:

  • Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegsinfektion sollten sich auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen. Dies kann bei ihrem Hausarzt oder einer CSP-Praxis erfolgen.

Die Anmeldung bei einer CSP-Praxis kann über die Nummer 07461-926 4950 des Gesundheitsamtes erfolgen. Eine Übersicht der Testmöglichkeiten für symptomatische Personen ist auch auf der Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung zu finden (https://www.kvbawue.de/index.php?id=1102).

 
  • Personen mit einem positiven Antigen-Schnelltest oder PCR-Test müssen sich in häusliche Absonderung begeben. Diese beträgt in der Regel 14 Tage nach dem Abstrichdatum.

Wer geimpft ist und zu keinem Zeitpunkt Symptome hatte, kann sich nach fünf Tagen mit einem negativen PCR-Test freitesten lassen. Dieser kann an einem Testzentrum (siehe Auflistung auf der Homepage des Landratsamtes) auf Selbstzahler-Basis durchgeführt werden. Siehe: www.landkreis-tuttlingen.de/media/custom/2527_3007_1.PDF

  
  • Geimpfte und genesene Haushaltsangehörige

- vollständig geimpfte Personen (= ab Tag 15 nach vollständiger Impfung oder bei durchgemachter Infektion und Erhalt der Erstimpfung) und

- genesene Personen (= durchgemachte Infektion in den vergangenen 6 Monaten, allerdings mind. 28 Tage zurückliegend)

müssen nicht in Quarantäne (es wird jedoch ein Selbstmonitoring und Selbsttests empfohlen).

Ausnahmen bei genesenen Haushaltsangehörigen:

  • liegt die Corona-Infektion länger als 6 Monate zurück und ist die einmalige Impfung noch nicht erfolgt, besteht eine Quarantänepflicht von 10 Tagen.
  • liegt die Corona-Infektion länger als 6 Monate zurück und ist die einmalige Impfung erfolgt, allerdings noch keine 14 Tage her, gilt ebenso eine Quarantänepflicht von 10 Tagen.
  • Ungeimpfte Haushaltsangehörige müssen für 10 Tage in Absonderung (ab Abstrichdatum der positiv getesteten Person). Diese kann vorzeitig beendet werden
  • durch einen negativen PCR-Test ab Tag 5 der Absonderung (für Schüler/innen und regelmäßig getestete Kita-Kinder genügt ein Antigen-Schnelltest, gilt bis 31.12.21),
  • durch einen negativen Antigen-Schnelltest ab Tag 7 der Absonderung.

Der Schnelltest kann dann an einem Testzentrum im Landkreis durchgeführt werden (hierzu bitte das positive Testergebnis der infizierten Person sowie ein Nachweis der selben Meldeadresse z.B. Personalausweis vorlegen),

  • das negative Testergebnis muss bis zum Ablauf der ursprünglichen 10-tägigen Absonderungspflicht mitgeführt werden.
  • Weiterer Fall in der Familie/Wohngemeinschaft

Tritt innerhalb der ersten Quarantäne ein weiterer Fall in der Familie auf, wird die Quarantäne der Haushaltsangehörigen nicht verlängert.

 

Tritt außerhalb der ersten Quarantäne ein weiterer Fall in der Familie auf, müssen ungeimpfte Haushaltsangehörige erneut 10 Tage in Quarantäne.

 
  • Weitere Personen (Kontaktpersonen), die Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten, sollten Kontakte weitestgehend reduzieren und beim Auftreten von Symptomen ärztlichen Rat einholen und sich testen lassen. Kontaktpersonen werden wie folgt definiert:
  • Kontakt mit einer infizierten Person, ab 2 Tage vor Abstrich oder Symptombeginn der infizierten Person.
  • Personen, mit denen der Kontakt länger als 10 Minuten bei weniger als 1,5m Abstand

oder

länger als 10 Minuten in einem geschlossenen, engen Raum stattfand.

  • Alle Personen, mit denen ein direktes Gespräch ohne Maske geführt wurde.

Für enge Kontaktpersonen, die von der Behörde die Absonderungspflicht mitgeteilt bekommen (z.B. im Rahmen eines Ausbruchsgeschehens), besteht die Pflicht zur Absonderung fort.

 
  • Testungen von engen Kontaktpersonen nach der Testverordnung, insbesondere Haushaltsangehörige 

Diese Personen haben nach der Testverordnung des Bundes einen Anspruch auf kostenfreie Testung. Da enge Kontaktpersonen vielfach und zunächst die Angehörigen des eigenen Haushaltes sind, reicht es für Haushaltsangehörige aus, dass diese ihre Eigenschaft als Kontaktperson nachweisen durch

  • positives Schnell- oder PCR- Testergebnis der infizierten Person

UND

  • Nachweis der selben Meldeanschrift (z. B. durch Personalausweis oder Meldebescheinigung).

Eigene und adoptierte minderjährige Kinder gelten auch ohne Nachweis der Meldeadresse als testberechtigt, wenn Eltern oder Geschwister mit dem Coronavirus infiziert sind.

 
  • Einrichtungen, in denen vulnerable Personen betreut werden, sollen sich beim Auftreten von Corona-Fällen an das Gesundheitsamt wenden.
  • Absonderungsbescheinigungen für positiv getestete Personen und/oder Haushaltsangehörige zur Vorlage beim Arbeitgeber werden, auf Anfrage, von der zuständigen Gemeinde erstellt. Die Ortspolizeibehörden überwachen die Quarantäne.
 

Für weitere Informationen empfehlen wir die Merkblätter des Ministeriums zu den Themen:

  • Mein PCR-Test ist positiv- was muss ich jetzt tun?
  • Mein Schnelltest ist positiv- was muss ich jetzt tun?
  • Mein Selbsttest ist positiv- was muss ich jetzt tun?
  • Testungen von engen Kontaktpersonen nach TestV insbesondere Haushaltsangehörige
 

Wir sind für Sie da – die Service-Hotline des Gesundheitsamtes bei Fragen:

  • Für positiv getestete Personen: Tel. 07461 926 9999
  • Für Haushaltsangehörige und Kontaktpersonen: Tel. 07461 926 4950
  

Ihr Gesundheitsamt Tuttlingen

Stand: 14.11.2021

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